Pitsch am Bach
Weingut | Familienbetrieb
Geschichte und Familie
Die Geschichte von Pitsch am Bach reicht bis ins Jahr 1350 zurück, als eine florentinische Bankiersfamilie — die de Rossis oder de Bambarossi — das Anwesen erwarb. Einer von ihnen, Botzo de Rossis, kürzte seinen Namen zu Boccia, woraus im Lauf der Jahrhunderte Botsch, Potsch und schließlich Pitsch wurde. Die Familie stieg im 14. Jahrhundert in den Adelsstand auf und wurde zu einer der bedeutendsten Familien Tirols. Da der Hof am Rivelaun-Bach liegt, entstand der Name „Pitsch am Bach".
Heute führt die Familie Schweigkofler — mit Paul Schweigkofler an der Spitze — das Weingut als zertifizierten Erbhof in der achten Generation. Ein Erbhof ist ein Südtiroler Bauernhof, der seit mehr als 200 Jahren von derselben Familie bewirtschaftet wird — eine seltene Auszeichnung.
Weingüter und Lagen
Das Weingut liegt in St. Justina bei Bozen, im klassischen St.-Magdalener-Anbaugebiet, mit rund 300 Sonnentagen im Jahr. Die 3,4 Hektar Rebfläche liegen auf südwestlich exponierten Hängen auf rund 300 m Höhe auf trockenen Flussschotterablagerungen mit hohem Sand- und moderatem Humusgehalt. Die warmen Porphyrböden und das mediterrane Klima des Bozner Talkessels schaffen ideale Bedingungen für Lagrein und Vernatsch.
Weinbau und Keller
Die Philosophie: „Der Wein wird zwar im Keller veredelt, aber er entsteht vor allem im Weingut an der Rebe." — Naturnahe Wirtschaftsweise und traditionelle Kelterung stehen im Vordergrund. Es werden ausschließlich autochthone Rebsorten angebaut: Lagrein, Vernatsch, Gewürztraminer und Goldmuskateller. Neben dem klassischen Südtiroler Lagrein DOC produziert das Weingut auch einen Lagrein Riserva „Tethys" und den Lagrein-Rosé „Aphrodite" — Namensgebungen, die auf die kulturelle Tiefe des Hauses verweisen.
Produktion und Vertrieb
Das Sortiment umfasst sechs Weine aus den Südtiroler Kernsorten: Lagrein (DOC, Riserva „Tethys", Rosé „Aphrodite"), Vernatsch (St. Magdalener Classico), Gewürztraminer und Goldmuskateller („Pitsch'n Pfiff"). Direktverkauf ab Hof und über den eigenen Webshop. Das Weingut ist Mitglied der Freien Weinbauern Südtirol (FWS).
Besonderheiten
- Ersterwähnung 1350 — florentinische Bankiersfamilie de Rossis/Boccia erwarb das Anwesen
- Erbhof — seit über 200 Jahren im Besitz der Familie Schweigkofler (8. Generation)
- Name „Pitsch" leitet sich von „Boccia" → „Botsch" → „Potsch" → „Pitsch" ab
- Hof liegt am Rivelaun-Bach → „Pitsch am Bach"
- 3,4 ha Rebfläche in St. Justina, Bozen (St. Magdalener Anbaugebiet)
- Ausschließlich autochthone Rebsorten: Lagrein, Vernatsch, Gewürztraminer, Goldmuskateller
- Naturnahe Bewirtschaftung, traditionelle Kelterung
- Südwestexposition, ca. 300 m, Flussschotterböden (Sand, moderater Humus)
- Mitglied Freie Weinbauern Südtirol (FWS)
- Weinnamensgebung aus Mythologie: Tethys (Titanin), Aphrodite (Göttin)
Lagrein-Weine (3)
Lagrein Riserva "Tethys"
Spitzen-Lagrein des Hauses — dichtes Rotviolett mit hohem Extraktanteil, sortentypische Waldfruchtdüfte (Heidelbeeren, Brombeeren, schwarze Johannisbeeren) mit leichten Holznuancen. Kraftvolle Struktur und großzügiger Gerbstoffanteil, schmeichelnd am Gaumen mit erlebnisreichem Abgang.
Südtiroler Lagrein DOC
Klassischer Lagrein — tiefes Granatrot, Düfte von Waldfrüchten (Heidelbeeren, Brombeeren, schwarze Johannisbeeren). Füllig am Gaumen mit samtigen Tanninen, kräftiger und anhaltender Abgang.
Lagrein Rosé "Aphrodite"
Lagrein als Rosé — leuchtend korallenrot mit fruchtigen Düften von Himbeeren und Erdbeeren. Ein Hauch von Polyphenolen verleiht dem anregenden Wein eine ausgewogene Griffigkeit.
Kontakt & Info
- Adresse
- St. Justina 10, 39100 Bozen, Italien
- Telefon
- +39 0471 973 004 -
- Website
- www.pitsch-am-bach.com
Steckbrief
- Ort
- Bozen (St. Justina)
- Rebfläche
- 3,4 ha
- Kellermeister
- Paul Schweigkofler
- Gegründet
- 1350
- Besuch
- Möglich ✓